Mordsgauda – VFL-Wasserballer erfolgreich bei Turnier

Mordsgauda – VFL-Wasserballer erfolgreich bei Turnier

Die Wasserballer vom VFL Gladbeck erkämpfen sich einen dritten Platz beim internationalen Wasserballturnier in Holland und besiegen Mannschaften aus England und Niederlande.

Bereits zum fünften Mal trat die Gladbecker Vertretung vom VFL beim internationalem Wasserballturnier „Moby Dick“ in Zandpol Niederlande an. Das Freiluftturnier ist mit 70 Herren- und 35 Damenmannschaften eine der größten Wasserballveranstaltungen Europas. Nun ist es schon es Tradition des VFL, eine Mannschaft dorthin zu entsenden. Schon im vergangenen Jahr zeigten die Gladbecker Klasse und versenkten die Gegner aus Belgien, Holland und England recht souverän. Klar also, dass sie an den Erfolg anknüpfen und erneut eine starke Leistung abliefern wollten.

In der ausgelosten Gruppe sollten die Gladbecker am letzen Wochenende auf drei niederländische, eine englische und zwei deutsche Mannschaften treffen, wobei überraschend auch Gelsenkirchen mit zu den Gegnern gehörte.

Im ersten Spiel traf der VFL Gladbeck auf den ZPC Bubble, der sich von Anfang an als harte Nuss herausstellte. Die Verteidigung der Niederländer war nur schwer zu umgehen und so dauerte es bis kurz vor der Halbzeit, bis Gladbeck das erste Tor schießen konnte. Das machte Mut und beflügelte dann direkt zu Beginn der zweiten Halbzeit zum nächsten Treffer. Auch wenn Buddle noch ein Tor Aufholen konnte, lenkte der VFL die Partie quasi als Aufwärmübung gekonnt zum 3:1 Sieg.

Während sich dass Wetter zusehends verschlechterte, nutzten die Gladbecker die Zeit, um ihre Strategie für den nächsten Gegner ZV Utrecht NL zu planen, denn im Turniermodus werden nur zwei mal sieben Minuten ausgetragen statt wie sonst üblich vier Viertel. Auch die relativ kleinen Spielfelder verlangten schnellere Spielzüge und besonders kräftige Würfe auf das gegnerische Tor. Speziell gegen die Holländer aus Utrecht gingen die Gladbecker mit einer gewissen Vorsicht in die Partie. Schließlich handelte es sich nicht um eine kleine Provinzmannschaft, doch der Plan sollte aufgehen. Vor allem mit Simeon Vollmar, Patrik Buschkowski und Torsten Gerlang im Sturm durchbrachen die Gladbecker in diesem Spiel die gegnerische Verteidigung mühelos und ließen dem Gegner in der Verteidigung keine Chance, überhaupt ein Tor zu verwandeln. So ging diese Runde mit 7:0 klar an die Gladbecker, die sich durch diesen Sieg sicher sein konnten, nicht auf dem letzten Platz in ihrer Gruppe zu landen.

Erst die Niederländer vom SG Stichtse Vecht bereiteten den Roten erste Probleme. Johannes Grewer, Jan Fuhs und Christian Pledl zeigten in dieser Partie besondere Stärke und lenkten federführend ihr Team gegen den vermeintlich besseren Herausforderer. Erst kurz vor Schluss schaffte der VFL den Ausgleich zum 3:3. Zu einem Sieg reichte es dann einfach nicht mehr, auch wenn der Schlusspfiff nur sehr knapp vor dem letzten Torwurf kam. Schade, denn diese zwei Punkte sollten den Gladbeckern am Ende für die Wertung bitter fehlen. Bis hierher war Gladbeck aber auf dem ersten Platz der Gruppentabelle und vor allem ungeschlagen gegen Holland.

Inzwischen hatte Regen eingesetzt und den Sand um den Baggersee aufgespült, was dazu führte, dass die Schiedsrichter noch schlechter sehen konnten. was im Wasser passierte. Ein Umstand, den die Mannschaft aus Gelsenkirchen auszunutzen gedachte. Eigentlich war im Vorhinein klar, dass der VFL gegen ihre Ruhrgebietsnachbarn aus der Nordwestfalenliga nicht gewinnen konnten. Also ging es um Schadensbegrenzung, die den Gelsenkirchenern gar nicht schmeckte. Vor allem in der ersten Halbzeit brachten sie nur wenig zu Stande und scheiterten allzu oft an der überzeugenden Torwartleistung von Jens Miedlich, ohne den dieses Match viel deutlicher ausgefallen wäre. In der zweiten Halbzeit bedienten sich die Gelsenkirchener aus Frust über ihr eigenes Unvermögen einiger unfairer Tricks und Spielzüge. die im trüben Wasser leider kaum geahndet wurden. Nur ein Gelsenkirchener wurde erwischt und für den Rest des Spieles vom Schiedsrichter auf die Bank geschickt, dennoch war Gladbeck klar unterlegen und verlor am Ende mit 0:4 das letzte Spiel für diesen Turniertag. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass Gelsenkirchen durch die eigenen Erfolge des letzten Jahres in einer schwereren Gruppe hätte spielen müssen. Offenbar waren sie aber schon im Vorjahr aufgefallen und nun strafversetzt worden.

Da an diesem Abend die Niederländer beim Fußball ins Halbfinale der WM einzogen, war die Stimmung bei der anschließenden Feier natürlich sehr ausgelassen, so dass man von einer „Mordsgouda“ sprach als vor allem die deutschen Turniergäste zusammen mit den orangenen Gastgebern feierten.

Am Sonntag hatte die Gladbecker nur noch zwei Spiele vor sich. Es zeichnete sich ab, das ihr Gegner SGW Bielefeld wohl den Gruppensieg erspielen würden. Entsprechend sorglos begann der VFL dann also die Runde. Dann legten die Gladbecker aber gut vor. Mit Toren von Christoph Wiechers, und Christoph Littmann war plötzlich die 2:0 Führung da und die Führung blieb durch tolles Stellungsspiel erhalten. Dann jedoch begannen die Bielefelder mit starken Torwürfen die Verteidigung auszuhebeln und zogen mit 4:5 nur knapp und in der letzten Minuten an den Gladbeckern doch noch vorbei.

Im letzten Spiel gegen die Engländer aus Warwick machte Thomas Lill in der Startaufstellung ein gutes Spiel auf und verhalf schon früh zur Führung. Weil es für die Gladbecker nun um den dritten Platz ging, nahmen sie nochmal alle Kräfte zusammen. Gladbeck drängte aggressiv nach vorne und bot den Insulanern einen harten Kampf. In dieser überaus fairen Begegnung schenken sich beide Teams keinen Meter Wasser und trugen jeden Zweikampf ehrgeizig aus. Als es kurz vor Ende 3:3 steht legte Gladbeck doch noch einmal nach und sorgte für den 4:3 Endstand.

Zufrieden landete der VFL auf einem respektablen dritten Platz und kann von sich sagen, dass er international gut mithalten kann. Kein Spiel gegen eine andere Nation verloren zu haben sorgt dafür, dass der VFL eine Marke für den deutschen Wasserballsport setzen konnte und im nächsten Jahr bestimmt als gefährliche Mannschaft gelten wird.

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Es spielten und trafen:
Christian Pledl, Simeon Vollmar (3), Jens Miedlich (2), Christoph Wiechers (1), Patrick Buschkowski (3), Torsten Gerlang (1), Jan Fuhs (4), Christoph Littmann (3), Johannes Grewer (4) und Thomas Lill

Quelle:  |  Text: Torsten Gerlang  |  Foto: privat

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