VFL Gladbeck zeigt starke Leistung beim internationalen Turnier in Zandpol (NL)

VFL Gladbeck zeigt starke Leistung beim internationalen Turnier in Zandpol (NL)

Es gibt Tage, an denen die Wasserballer vom VFL Gladbeck nicht so recht in Form sind. Gelegentlich fehlt es am eigenen Antrieb und manchmal auch an Glück. Beim internationalen Turnier Moby Dick am 6. – 7.7.2013 hat allerdings einfach alles gepasst. Dabei hatten sich die VFL’er nur wenig Hoffnung gemacht und sich „nur“ auf ein schönes Turnier gefreut. Doch schon im ersten Spiel gegen die Engländer aus Warwick zeigte die Mannschaft, dass sie auch im internationalen Wettkampf vorne mitspielen kann. Mit schnellen Spurts und energischem Druck auf die gegnerische Verteidigungslinie fielen schnell die ersten Tore für die Gladbecker. Warwick konnte zwar noch zum 4:2 aufholen, blieb insgesamt aber chancenlos.

Mit diesem Turniereinstieg war die Motivation plötzlich da, in dem von 100 Mannschaften besuchten Turnier in Zandpol (NL) eine gute Figur im Wasser abzugeben. Auch im nächsten Gruppenspiel erkämpften sich die Gladbecker, beflügelt vom ersten Erfolg, einen deutlichen Sieg mit 7:2 gegen den SG Najade-ZZG aus den Niederlanden. Es stimmte einfach alles: die Absprache in der Abwehr, die Pässe nach vorne, und die starken Zweikämpfe vor dem gegnerischen Tor, die von der Sturmspitze Mackiewicz, Buschkowski und J. Grewer routiniert zum Sieg führten. Das bedeutete Platz 1 in der Gruppenwertung.

Jetzt hieß es erst einmal Kraft tanken und sich auf das dritte Spiel einzuschwören. Bei bestem Sonnenschein war genug Zeit, auch bei den Spielen anderer Mannschaften zuzusehen. Auf 5 Spielfeldern wurde fast ununterbrochen Wasserball gespielt. Da wurden natürlich die Daumen für die Nachbarn aus Gelsenkirchen, Dortmund oder Bochum gedrückt. Bald hieß es aber für die VFL’er wieder: Ab ins kalte Wasser!

Der nächste Gegner hieß SG Stichtse Vecht 2. Selbstsicher und nun recht ehrgeizig stellten sich die Gladbecker auf. Dann brach der Gegner plötzlich nach vorne durch und verwandelte schnell die ersten Tore. Offenbar waren die Gladbecker zu selbstsicher gestartet und hatten Mühe, das Spiel unter Kontrolle zu bekommen. Noch bevor das erste Tor für die Gladbecker fiel, waren schon vier Gegentore an der Verteidigung vorbei gegangen. Das zuvor so gute Stellungsspiel war ins wanken gebracht worden und mit Mühe wehrten sich die Gladbecker ohne große Chancen gegen den späteren Gruppensieger. Das Spiel endete 7:1.

Mit dem letzten Spiel für diesen Tag konnten die Gladbecker sich zumindest wieder fangen und spielten ein hervorragend erkämpftes Unentschieden gegen den ZPC Bubble heraus. In dem bis zuletzt spannendem Spiel zeigten vor allem der Torhüter Miedlich und der Center Verteidiger Jan Fuhs Glanzleistungen, ohne die das Spiel sicherlich verloren gegangen wäre.

Als die ersten unsicheren Füße am nächsten morgen die Wasseroberfläche des wunderschönen Baggersees in Unruhe versetzten, waren die Auswirkungen der vergangenen Nacht noch nicht ganz verflogen. Es war gefeiert worden und das zusammen mit über 1000 wasserballbegeisterten Sportlern, einer Live-Band, Organisatoren, Familien und Freunden. Der VFL hatte bereits genügend Punkte, um sich quasi sicher zu fühlen nicht auf den letzten Platz der Gruppenwertung zu landen. So begann das erste Spiel entspannt und ungezwungen, gegen das Team Ipswich aus England, schon um 8.30 morgens. Offenbar zu früh für die Briten, die sich mit dem eisigen Wasser und den gut gelaunten Gladbeckern nicht zurecht fanden. Dieses Mal beherrschten vor allem die starken Außenspieler R. Czerlinsky, Ch. Pledl und Gerlang, unterstützt durch Lill, das Spielgeschehen und eroberten einen Ball nach dem anderen. Nur durch wenige starke Würfe aus der zweiten Reihe konnten die Briten überhaupt Tore erzwingen und so ging das Spiel mit einem verdienten 5:3 für den VFL-Gladbeck zu Ende.

Nur noch ein Spiel stand für die Gladbecker aus und trotz so starker Leistung war jetzt bereits klar, dass selbst mit einem Sieg gegen den momentan Gruppenzweiten aus Amsterdam kaum ein Weg noch zu Platz zwei führen würde. Am liebsten wären die VFLer jetzt schon nach Hause gefahren, da der JAWS Amsterdam für seine Spielstärke bekannt war und der Sieg aussichtslos erschien. Dennoch wagte man sich ein letztes Mal ins Wasser und stellte sich mit wenig Hoffnung dem Herausforderer. Die Gladbecker wurden jedoch von sich selbst überrascht, als sich erneut die Spielstärke dieses Wochenendes zeigte. Schnell stellte sich heraus, welche die bessere Mannschaft ist. Wieder passte alles zusammen. Der Torwart war unüberwindbar, die Verteidigung stand wie eine solide Mauer, die Absprache untereinander war präzise, die Passe waren genau, die Sturmspitze durchbrach jeden Widerstand. Es war eine große sportliche Leistung, die sich von Turnierbeginn bis hierher zum Höhepunkt durchzog. Dann war plötzlich der Sieg da und durch den Sieg gegen den Zweiten fühlten sich die Gladbecker auch wie die Tabellenzweiten, auch wenn die Tordifferenz bei dem Team aus Amsterdam um drei Tore besser war und somit nur der dritte Platz für Gladbeck übrig blieb.

Insgesamt waren vier Siege, ein Unentschieden und eine Niederlage ein beachtliches Ergebnis, mit dem sich unsere Mannschaft sehr zufrieden auf den Heimweg machte.

 

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